Mamoiada. Ein kleiner Ort Sardiniens, im Herzen der Barbagia.

Die Weinberge

Die Böden unserer Rebflächen setzen sich zum größten Teil aus verwittertem Granit zusammen. Daneben weisen sie kleinere Anteile Lehm und Humus auf. Sie haben einen hohen Kalium- und Phosphorgehalt und sind arm an Schwefel. Die Basis unserer Weinproduktion bilden etwa 15 Hektar Land, wobei fast die gesamte Fläche mit Cannonau-Reben in Alberello-Kultur bebaut ist. Nur ein kleiner Teil, ca. 5% des Anbaulandes, ist mit der weißen Granazza-Rebe bepflanzt. Unsere Parzellen liegen  auf Anhöhen von 650 m über dem Meeresspiegel, in den Gebieten Muruzzone und Garaunele. Ein Drittel unserer Weinberge sind über 50, unser ältester 100 Jahre alt. Die restlichen Weinberge sind jüngeren Datums ( zwischen 3 und 15 Jahren alt). Alle unsere Anbauflächen liegen im Gebiet Mamoiadas. Die Reben werden nach der Alberello-Methode erzogen, dass heißt sie wachsen nah zum Boden, an niedrigen buschartigen Rebstöcken, die in den älteren Anlagen in einem Abstand von 90 x 170 cm zueinander stehen. Die Rebstöcke in den neueren Anlagen sind im Abstand 80 x 200 cm gepflanzt. Auch hier arbeiten wir mit der Alberello-Erziehung, wobei die Rebstöcke durch Spaliere abgestützt werden. Die neueren Rebflächen haben wir durch Massenselektion, d.h durch Verpflanzung von Edelreisern unserer ältesten Rebstöcke angelegt. Ziel der Veredelung soll darin bestehen, sowohl die Artenvielfalt als auch die einzigartige Qualität unseres Cannonaus zu bewahren. Zum anderen Teil haben wir auf gezüchtete Cannonau Klone sardischen Ursprungs zurückgegriffen. Der Winterschnitt erfolgt von Hand, wobei wir durchschnittlich 7-9 Augen pro Pflanze lassen. Unsere Anbauflächen werden zweimal im Jahr gepflügt. In den steileren Hanglagen wird der Boden nach wie vor auf traditionelle Weise d.h. unter Verwendung eines Ochsenpflugs und durch Einsatz der Hacke bearbeitet. Wir nutzen keine künstlichen Bewässerungssysteme.

Gedüngt wird nach Bedarf und unter Verwendung organischer Düngemittel. Zu Beginn der Reifephase der Trauben werden die Rebanlangen zyklisch mit verschiedenen Pflanzen begrünt. Der Sommerschnitt erfolgt ausschließlich von Hand. Zum Schutz vor Schädlingen setzen wir Schwefel und geringe Mengen Kupfer ein. Interventionen dieser Art bedarf es jedoch selten, da sich unser Territorium als ein optimaler Standort zur Kultivierung der Cannonau-Rebe erwiesen hat. Dadurch, dass beinahe alle unserer alten Anlagen im Laufe ihres Lebens Virenbefall erlebt haben, wird hier die Traubenproduktion durch die Pflanzen von alleine reguliert. Während an den alten Rebstöcken gut verteilt, kleine Trauben wachsen, kann in den neueren Anlagen eine Überproduktion zu Beginn des Traubenwachstums eine Ausdünnung erforderlich machen. Durch diese Regulierung und Auflockerung der Trauben wird eine bessere Qualität gewährleistet und Fäulnis verhindert. Unsere älteren Anlagen geben einen durchschnittlichen Ertrag von 30 Doppelzentnern pro Hektar, während wir von unseren jüngeren Anlagen rund 60 Doppelzentner ernten. Die Weinlese findet im Oktober statt. Die Trauben werden ausschließlich von Hand geerntet, in kleinen Kisten gesammelt und vorsichtig zur Kellerei transportiert.
Nicht alle Trauben, die wir zur Weingewinnung nutzen, stammen von unseren eigenen Anbauflächen. Etwa 40% kaufen wir bei benachbarten Weinbauern, wobei wir deren Arbeit im Weinberg konstant mitverfolgen, um sicher zu gehen, dass dort keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Als Befürworter des biodynamischen Weinanbaus, planen wir für die Zukunft eine noch intensivere Auseinandersetzung mit biologisch-dynamischen Anbautechniken.

Verantwortliche Weinanbau: Giuseppe, 80 Jahre, seit jeher Weinbauer und Francesco, 47 Jahre, Agrargutachter.

 

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